2014

DANACH zeigt auf, dass der Wandel zu einem nachhaltigen Leben möglich ist, welches unsere Lebensgrundlage schützt anstelle sie zu zerstören – und erst noch viel mehr Lebensfreude bringen kann. DANACH ist bestrebt, Ideen und Aktionen zu bündeln, um gemeinsam erfolgreicher zu sein.


Festival für Zukunftsfragen
vom 8. bis 14. September 2014

Eintritt frei, Kollekte zur Deckung der Unkosten


Unterstützt von der Stiftung Mercator Schweiz im Rahmen von «Engagier dich!»    Medienpartner: Radio 3FACH, das unabhängige und werbefreie Radio von und für Luzern.

Montag 8.9.2014, 20 Uhr, Industriestrasse 9, Luzern

Filmvorführung «Zukunft pflanzen – Bio für 9 Milliarden»

Ein Sechstel der Weltbevölkerung leidet gegenwärtig Hunger. Aber das ist kein unabwendbares Schicksal. Anhand von Beispielen aus Mexiko, Japan, Malawi, Kenia, Senegal, den USA und mehreren europäischen Ländern veranschaulicht Filmemacherin Marie-Monique Robin, dass radikales Umdenken gefordert ist und dass die Lebensmittelkette anders verwaltet und organisiert werden muss - und kann, um dem Hunger in der Welt Abhilfe zu schaffen. 

Mittlerweile beweisen weltweit aktive Initiativen, dass ökologische Landwirtschaft, die umweltgerecht und ressourcenschonend verfährt, nicht nur möglich, sondern auch ertragreicher ist als die industrielle Produktion von Nahrungsmitteln. Voraussetzung dafür ist allerdings auch, dass den Bauern - und nicht nur den Großproduzenten unter ihnen - wieder eine Schlüsselrolle in der für die Zukunft der Menschheit unabdingbaren Entwicklung zugebilligt wird.

Marie-Monique Robin ist eine französische Integastiv-Journalistin und Filmemacherin, die 2008 einen breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde als Arte ihren Dokumentarfilm „Monsanto, mit Gift und Genen“ ausstrahlte. Der Film erhielt diverse Preise. Nach dem sie sich mit einem weiteren Film (Unser täglich Gift)die Probleme und Risiken unser heutigen Landwirtschaft behandelte, verspürte sie das Bedürfnis Lösungen und Alternativen aufzuzeigen und drehte den letzten Teil ihrer Triologie, der 2012 erstmals ausgestrahlt wurde.


Dienstag 9.9.2014, 18 Uhr, Neubad, Bireggstrasse 36, Luzern

Vortrag Raphael Fellmer (Berlin, D) – Glücklich ohne Geld

Vortrag und Diskussion von und mit Raphael Fellmer, der aufzeigt, wie man ohne Geld leben kann und dies auch selber praktiziert. Bekannt wurde er vor allem durch sein Buch "Glücklich ohne Geld". Fellmer hält zahlreiche Vorträge und ist immer wieder auch gern gesehener Gast in den Medien. 


Mittwoch 10.9.2014, 19.30 Uhr, Neugarten, Bireggstrasse 36, Luzern

Decroissance - ein positiver Ausweg aus der Massenkonsumgesellschaft

Der Neugarten ist das im Neubad heimische Urban Gardening Projekt. Ziel ist es, das Gelände im und ums Neubad mit Nutzpflanzen zu begrünen. Bis September finden im Neugarten spannende Vorträge statt zum Thema «Gesellschaftlicher Wandel - wie kann es gehen?». Die Vorträge finden im Neugarten auf der Sonnenterasse statt (bei schlechtem Wetter drinnen). Nach den Speeches freut sich der Neugarten auf spannende Diskussionen und gemütliches Zusammensein im Garten.

Weitere Infos


Donnerstag 11.9.2014, 20 Uhr, Industriestrasse 9, Luzern

Filmvorführung «Frohes Schaffen – Ein Film zur Senkung der Arbeitsmoral»

Arbeit ist eine Sucht, ein Fetisch, ein Mantra, das uns tagtäglich umgibt. Sie ist zugleich Sicherheit, Selbstbestätigung und Existenzberechtigung. In Zeiten von Wirtschaftskrise und rasantem Arbeitsplatzabbau hinterfragt der Film «Frohes Schaffen» diesen «heiligen» Lebenssinn der Arbeit. Eine wunderbar ketzerische, filmische Reflektion – unterhaltsam, humorvoll und zugleich tiefgründig.

Konstantin Faigles essayistisch-satirische Doku-Fiktion zeigt: Der moderne aufgeklärte Mensch ist nicht frei von Irrglauben und geistigem Zwang. Er hat längst einen anderen Gott erwählt: Die Arbeit.


Freitag 12. September 2014, 19:00 Uhr, Neubad, Bireggstrasse 36, Luzern

Prof. Dr. Niko Paech (Oldenburg, D)

Befreiung vom Überfluss: Wie eine Wirtschaft ohne Wachstumszwang aussehen könnte.

Volkswirtschaftler Niko Paech stellt das Paradigma des Wirtschaftswachstums grundsätzlich in Frage und plädiert für die Stärkung regionaler Kreisläufe.

Als Nachhaltigkeitsforscher an der Universität Oldenburg und lebt Paech selbst, was er erzählt. Seine Vorträge sind trotz der komplexen Thematik gut verständlich und äusserst humorvoll. Ein Genuss!

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Samstag 13. September 2014, 09:00 - 18:00 Uhr / Sonntag 14. September 2014, 10:00 - 18:00 Uhr /  Neubad, Bireggstrasse 36, Luzern

Finde Antworten auf drängende Zeitfragen

In Workshops werden Lösungsansätze, Projekte und Initiativen aus Luzern oder anderen Städten vorgestellt, die das Potential haben auf drängende Zeitfragen Antworten zu liefern.

Samstag

Postwachstums-Ökonomie – Handlungsfelder und Umsetzungsperspektiven (mit Niko Paech) | Was macht die Stadt Luzern für die Energiewende? (mit Gregor Schmid) | Führungen Industriestrasse (was Bau- und Wohngenossenschaften zu Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit beitragen können) | Pflanzlich färben Crashkurs | Die Zeit nach der Einführung des Grundeinkommens | Warum wir wieder mehr teilen (sollen) | Quartierwährung – ein Geld der Zukunft | KISS – eine vierte Säule in der Altersvorsorge | Vollgeld-Initiative: Krisensicheres Geld im Interesse aller | Permakultur-Gestaltung - earth care, people care, fair share | Führung Gemeiner Garten Luzern | Führung RACHEL-Architekturprojekt | Upcycling | LABOR Mobile Lab mit 3D-Druck

Sonntag

Kim Stanley Robinson (Science Fiction-Autor aus Kalifornien; Mars-Trilogie)  | Community Supported Agriculture (Regionale Vertragslandwirtschaft) | Soziokratie – zur zeitgemässen Partizipationsmethode in Organisationen und Projekten | Luzerner Tauschnetz | «Sauerkraut und Zwetschkenröster - Einmach-ABC» | Schlauchschal stricken Crashkurs | Wildbienen- und Honigbienenhotels (FreeTheBees) | Seed Bombs / Sustainable Energy – Solar Bug (Labor Luzern) | «Wir sind die Geldschöpfer!» Lösungskonzepte für ein gerechtes Geld- und Austauschwesen | Die Luzerner Foodkooperative im Aufbau

Weitere Workshops – vor allem für den Sonntag in Abklärung oder Vorbereitung; u.a. Ein Repair Café für Luzern | Schenkökonomie | Potential der Zivilbevölkerung

>> Detailinfos zu den Workshops

Unkonferenz

Die Veranstaltung wird als Unkonferenz durchgeführt: Besucherinnen und Besucher können sich selbst sowie eigene Themen einbringen. DANACH organisiert im voraus mehr als 25 Workshops, die sicher stattfinden werden. Es steht allen offen spontan weitere Workshops anzubieten oder vor Ort neue Projekte zu entwickeln. Da bei einer Unkonferenz wichtiges wie Austausch und Vernetzung auch zwischen den Workshops, in den Pausen, beim Essen passiert, liegt uns viel daran, dass wenn möglich mindestens ganze Tage besucht werden und nicht nur einzelne Workshops. Die Unkonferenz lehnt sich an dem partizipativen Format Open Space an und ermöglich mehr Spontanität als ein herkömmliches Tagungsformat. Dabei ist das Ziel mehr Wohlbefinden bei allen Beteiligten zu ermöglichen. So muss z.B. niemand ausharren, wenn einem etwas nicht so interessiert, wie erwartet wurde. Man ist so frei, weiter zu gehen.

Verpflegung

Eine Gruppe von engagierten Personen aus Luzern, die sich ganz praktisch für eine vegane Ernährung einsetzen (in dem sie an Anlässen kochen), ist am Samstag und Sonntag um ein Mittagessen sowie am Samstag um ein Abendessen besorgt. Wir danken bereits im voraus! Um die Unkosten zu decken wird eine Kollekte erhoben. Um einschätzen zu können für wie viele Personen gekocht werden muss, sind wir froh um Anmeldung für die Veranstaltung.

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Samstag 13. September 2014, 19:30 - 22:30 Uhr, Neubad, Bireggstrasse 36, Luzern

Spontanfestival NachHall «Wie viel braucht es für ein gutes Leben?»

Das Spontanfestival in Zusammenarbeit mit der Neuen Dringlichkeit zu Fragestellungen wie «Was braucht es für ein gutes Leben?» und «Wie viel ist zu viel?»

Den Abend gestaltet DANACH zusammen mit der «Neuen Dringlichkeit», die im Umfeld der Zürcher Hochschule der Künste entstanden ist und während den Occupy-Protesten in Zürich mit verschiedenen Aktionen für Aufmerksamkeit gesorgt hat. 2013 wollten sie mit ihrem Publikum über Geld sprechen (Let’s talk about money, honey) und bespielten unter dem Motto zusammen mit vielen Gästen die Südbühne der Gessnerallee. Aktuelle Projekte sind «Brave New York» (Berlin Mitte) und «The Venice Situation» (Architektur Biennale, Venedig).

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Mehr Informationen zum Spontanfestival und Anmeldung für alle, die auf die Bühne wollen: http://nd-blog.org/nachhall/