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Wir wollen eine Entwicklung hin zu mehr Nachhaltigkeit. Und dies ohne die bestehenden Wirtschaftsstrukturen anzutasten. Dies ist insofern nachvollziehbar, da diese uns Wohlstand gebracht haben. Fahren wir aber weiter so, ist all dies wieder gefährdet. Daher ist dieser Blog Plattform für eine Diskussion zur Frage, wie ein zukunftsfähiges Wirtschaftssystem aussehen könnte.

Am 20. Mai 2009 erschien in der Zeit ein Text von Walter Uchatius, der die Idee und die Motivation für die Gründung von DANACH sehr gut auf den Punkt bringt. Dieser Text lässt sich hier auf zeit.de nachlesen. Es war der Pressetext des Jahres 2009: Deutscher Reporterpreis, der Preis von Journalisten für Journalisten.

von Ulrike Herrmann

Der Kapitalismus ist zum Untergang verdammt. Er benötigt Wachstum, aber in einer endlichen Welt kann es unendliches Wachstum nicht geben. Viele Kapitalismuskritiker frohlocken, sobald sie diese Prognose hören, doch darf man sich das Ende nicht friedlich vorstellen. Der Kapitalismus wird chaotisch und brutal zusammenbrechen - nach allem, was man bisher weiß.

von Mathias Greffrath

Ölschock, Waldsterben, Energiekrise, Klimawandel, Währungs-, Finanz- und Schuldenkrisen - keiner dieser Warnschüsse der letzten Jahrzehnte hat den Glauben der Eliten wie der Massen an immerwährendes Wachstums wirksam erschüttert. Eher trifft das Gegenteil zu: Trotz der nicht mehr zu leugnenden Klimagefahren, trotz der alarmierenden Erkenntnisse über die Degradation von Boden, Wasser und Luft führte die Krise von 2008 ff. bei den demokratisch gewählten Entscheidern zu einer Renaissance des Glaubens an bedingungsloses Wachstum.

Ein Tagtraum von Ute Scheub

Die Volksabstimmung im Jahre 2020 war ein unvergesslicher historischer Moment, der die kleine Schweiz ins Zentrum des Erdgeschehens rückte. Auf dem Bundesplatz in Bern traten sich die Fernsehteams aus aller Welt auf Zehen und Pfoten: Schliesslich war die Schweiz das erste westliche Land, das in seiner Verfassung Glück und Gemeinwohl als oberstes Ziel allen Wirtschaftens festschrieb.

In der ersten Ausgabe des Wirtschaftsmagazins «Trend» des Jahrs 2015 diskutieren Rudolf Minsch, Chefökonom des Wirtschaftsdachverbands economiesuisse, und Irmi Seidl, Ökonomin an der Eidg. Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), Herausgeberin des Buchs «Postwachstumsgesellschaft: Konzepte für die Zukunft» (die auch bei DANACH im Beirat sitzt).

http://www.srf.ch/sendungen/trend/wieviel-wachstum-darf-es-denn-sein

Jeremy Rifkin, vielen nicht gänzlich unbekannt, vertritt die These, dass wir neu zwei Wirtschaftssysteme haben, die sich manchmal ergänzen werden, manchmal aber auch konkurrenzieren. Eine wesentliche Frage ist auf welches der beiden Systeme wir zukünftig unsere Gesetze und den Sozialstaat ausrichten. Das Interview mit Jeremy Rifkin ist sehenswert. Zu offen bleibt aber nach unserer Wahrnehmung die Frage, wie viel Gewicht Jeremy Rifkin der sozialen Absicherung beimisst.

Futurologen, Trendforscher, Visionäre, Science Fiction Autoren berichten uns heute schon von der Zukunft. Sie beschreiben die zukünftige komplette digitale Vernetzung, das Ergrauen der EuropäerInnen, den Klimakollaps etc. Der Verein «Danach» setzt sich ebenfalls mit der Zukunft auseinander und geht der Frage nach, wie wir gemeinsam einen zukunftsfähigen Lebensstil gestalten können. Ein Email-Gespräch.

Dock18: Was heisst für euch Zukunft?